Future World

“Wir Menschen werden die Welt mit unseren eigenen Händen zerstören und werden unmittelbar die Auswirkungen davon erleben. Als Folge werden wir unter künstlichen und unmenschlichen Bedingungen leben müssen…” schreibt Leonard Mwanga Meck aus Dar es Salaam zu seinem aktuellen Bild ‘Future World Destroyed’ (Acryl auf Holz, ca. 61×39 cm). Sein Bild von der Zukunft ist düster: Menschen tragen spezielle Schutzanzüge und Sauerstoffgeräte, um sich vor gefährlichen Strahlungen und verpesteter Luft zu schützen. Alle Bäume sind abgeholzt und Pflanzen gedeihen nur unter Glasglocken. Die bedrohlich wirkenden Emissionen aus den Fabrikschloten hat der Künstler mit einem Gasfeuerzeug in das Holz gebrannt.

Leonard zeichnet und macht Kunst, seit er 9 Jahre alt ist. Er arbeitet u.a. ehrenamtlich als Kunstlehrer für die Kinder und Jugendlichen vom Kigamboni Community Centre in Dar es Salaam und war einer der Mitgestalter des Wandbildes, das im Februar 2020 an einer Schule im Stadtteil Kigamboni von Hamburgs Partnerstadt entstand. Ein Ausschnitt von diesem Mural haben wir als Motiv zum SDG 13 “Climate Action” im Sommer 2020 an die Wand am Neuen Kamp gebracht.

Die Themen und Motive seiner Bilder reflektieren seinen Alltag und sein Erleben in Dar es Salaam. “Musik ist die Tür zum Glücklichsein. Sie lindert Schmerzen und bewahrt die Erinnerung an verschiedene Ereignisse in unserem Leben. Sie motiviert uns; wir leben durch sie und mit ihr. Das Bild zeigt eine Frau, die zufrieden und stolz tanzt. Women are a strong base in the community and family. A woman keeps on going despite all difficulties she is passing through…” So umschreibt er das zweite Bild ‘Woman Dancing Happily’ (Acryl auf Leinwand, Collage mit Kitenge, ca. 86x85cm). Kitenge ist ein bunt bedruckter, vor allem in ostafrikanischen Ländern für Kleider, Blusen und Kopfbedeckungen verwendeter Kleiderstoff.

Zum Bild ‘Passing Pains’ (Acryl auf Leinwand, ca. 61×61 cm) schreibt Leonard: “Wir alle gehen durch verschiedene schwere Situationen, die uns Schmerzen zufügen und Narben hinterlassen. Aber jeder Schmerz geht vorbei und wenn wir diese Narben betrachten, motivieren sie uns, weiterzumachen, egal wie hart es ist und wieviele Schwierigkeiten wir erleben. Wir dürfen auch in schweren Zeiten nicht aufgeben. Denn Schmerzen sind vergänglich, aber das, was wir durch sie erreichen, bleibt.”

Leonard arbeitet mit anderen Street Artists in Dar es Salaam zusammen und befasst sich in seinen Bildern immer wieder auch mit Themen aus den Globalen Nachhaltigkeitszielen. In Planung sind verschiedene Bilder und Objekte, in denen er neben Farbe auch Wegwerfmaterialien wie Kronkorken und PET-Flaschen verwenden will, die er mit seinen Freunden auf den Straßen sammelt. Er möchte damit andere Menschen inspirieren, auf die Umwelt zu achten und den Müll nicht in die Gegend zu werfen.

Wer mit Leonard in Kontakt treten und mehr über sein künstlerisches Schaffen erfahren möchte, erreicht ihn unter: Leonard Mwanga Meck lmwanga881@gmail.com

Leonard Mwanga Meck in Kigamboni, Daressalaam

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